Preview Kunstmesse, Berlin

Büroausbau im Aufbauhaus

Die Organisation der seit 2005 stattfindenden Kunstmesse PREVIEW Berlin erfordert eine kontinuierliche Aktivität, die sich zum großen Teil mit einer klassischer Büroarbeit der Organisatoren und ihres Teams beschreiben lässt. Als Basis dieser Hauptgeschäftigkeit sollte eine kleine Agentur entstehen, die dem alltäglichen Job und auch außergewöhnlichen Terminen angemessenen Raum bietet und darüber hinaus als Ort das Konzept der PREVIEW Berlin darstellt.

Ein Büro-Rohling wurde angemietet und mit einfachen Mitteln ausgebaut: Drei unterschiedliche Raumeinheiten für Empfang, Arbeiten, Besprechen werden durch Möbel separiert und in gewisser Weise räumlich und akustisch getrennt. Eine Küche und ein Archiv entstehen durch die Positionierung der raumbildenden Regale, Ablagefächer und Nieschen.

Durch und über diese “Raum sortierenden” Elemente wird ein Lichtkonzept gelegt, das sowohl auf die unterschiedlichen Nutzungsszenarien als auch auf die robuste Situation der vorhandenen Räumlichkeit und eine “ungewisse” Zukunft reagieren kann: Nutzungsoptimiert, minimal, ungewöhnlich, schnell rückzubauen.

So nehmen sich die Einbauten (versteckt) und die Decke des Raumes (offensichtlich) sämtlicher technischer Servicestränge an. Ein einheitliches Raster aus Haken wird im Abstand von einem Meter an der Decke befestigt. An diesem werden nun alle benötigten elektrischen Stränge (Licht, Steckdosen, Datenleitungen) frei und flexibel verlegbar “verhangen”. Dieses Raster aus simplen Befestigungsmitteln simuliert den reduzierten Eingriff und verbindet optisch die minimierten Eingriffe über die räumlichen Situationen hinaus. Im Zusammenspiel mit der Möblierung und der damit verbundenen Bespielung des Raumes wird an der Decke gestalterisch der einheitliche Raum suggeriert jedoch bilden sich über die Konzentration der persönlichen Infrastruktur Räumlichkeiten oder Orte aus.

Durch und über diese “Raum sortierenden” Elemente wird ein Lichtkonzept gelegt, das sowohl auf die unterschiedlichen Nutzungsszenarien als auch auf die robuste Situation der vorhandenen Räumlichkeit und eine “ungewisse” Zukunft reagieren kann: Nutzungsoptimiert, minimal, ungewöhnlich, schnell rückzubauen.

Sämtliche Oberflächen sind weiss, jedoch in ihrer Materialität belassen. Um des Spiel der weissen Texturen aufzunehmen und die Belichtung des tiefen, nur einseitig und indirekt an das Tagelslicht angeschlossenen Raumes zu verbessern, wurden Regalfächer mit transluzenten Flächen hinterlegt. Darüber hinaus wurden manche Fächer unpraktisch hoch oder unpraktisch tief (heißt: für einen Aktenordner nicht tief genug) gestaltet, sodass in ausgewählten Bereichen stets die hellen Rückwände der Regale zur Wirkung kommen. Die naturbelassenen Stirnseiten der Regale formulieren eine Ordnung. Den Kontrast im Raum bringt die Nutzung, jedoch sollte selbst die intensivste oder chaotischste Nutzung die geordnete Struktur nie gänzlich überlagern.

Daten

Bauherr: PREVIEW BERLIN
Fläche: 120 m2
Planung | Ausführung: 20112

FormationAmit Büro Jens Casper

Torsten Lockl, Lina Müller