St. Hedwigs-Kathedrale, Berlin

Offener Realisierungswettbewerb 2013
Schnitt St. Hedwigs-Kathedrale

Drei architektonische, aber auch gedankliche Motive bilden die Grundlage unseres Entwurfes: Licht, Geometrie und das Verhältnis der einzelnen baulichen und liturgischen Teile zueinander. Sie sollen dabei helfen, eine lebendige Gemeinschaft und den Wunsch nach einem Haus zu verwirklichen, das „einladend, offen, gewinnend“ sein möge, und dabei in Dialog mit der Stadt und ihren Menschen zu treten.

Lageplan St. Hedwigs-Kathedrale
Licht

Drei Lichträume - Kuppel, Apsis und Kampanile- bilden die zentrale Grundlage unseres Entwurfs. Die unterschiedliche Behandlung des Lichts prägt die verschiedenartigen Räume und macht sie erlebbar; der grosse Kuppelraum leitet dieses durch die Deckenöffnung ins Innere. Hier fängt ein goldener Baldachin das Zenitallicht auf, und sendet es in warmen Reflexionen über die sanft rotierenden Meridiane ins Innere des blauen Nachthimmels. weiter ...

Innenansicht Kapelle St. Hedwigs-Kathedrale
Geometrie und Anordnung der Bauglieder

Die eingehende Untersuchung zeigt in der Gestalt der St. Hedwigs-Kathedrale eine verborgene, gegenwärtige und harmonische Symmetrie. Die Grundformen sind dabei augenscheinlich Kreis , aber auch Dreieck, welche die Verhältnisse der Teile zueinander definieren. Wir haben dieses Verhältnis zur Grundlage unserer Entwurfsüberlegungen gemacht, und stellen so alle Teile zueinander geometrisch in Bezug. weiter ...

Geometrie der drei Lichträume
Geometrie der 3 Lichträume
Geometrie Grundriss
Geometrie des Grundrisses
Geometrie Schnittes
Geometrie des Schnittes
Schnitt St. Hedwigs-Kathedrale
Kontinuität und Kunst

Uns war es wichtig, die verschiedenen historischen Entwurfsbezüge lesbar zu machen und diese -wo möglich- sichtbar zu belassen. Der „Strom der Tradition“ fliesst unaufhörlich, aber er verändert sein Bett. Wie Sedimente überlagern sich die verschiedenen historischen und architektonischen Absichten durch die nunmehr vier Jahrhunderte.
Gelebter Glaube und aktive und gegenwärtige Teilhabe an der Liturgie werden im erweiteretn Raum der Kirche der Bewahrung historischer Substanzmodelle übergeordnet. So schwer es uns fällt, haben wir uns von Schwipperts zentralen Innenraumentwurf verabschiedet, und die liturgische Praxis über die Brillanz der historischen Substanz gestellt. weiter ...

Grundriss Erdgeschoss
Grundriss EG
Grundriss Untergeschoss
Grundriss UG
(Re)Organisation der Funktionen

War bislang die Öffnung zur Unterkirche eine die Prozessionsachse zerschneidende Barriere, so gelingt mit der Ausrichtung des Altars „ad orientem“ eine entscheidende Veränderung. Durch diese Drehung des Altars aus der Mittelachse wird eine direkte Verbindung von Altarraum und zentralem Eingang möglich, ohne die Unterkirche vom Hauptraum abzuschneiden. weiter ...

Kathedralraum St. Hedwig
Liturgische Orte

Der neue Altar ist freistehend, umschreitbar und gut sichtbar auf einem niedrigen, durchgehenden, den Altarraum markierenden Podest aufgestellt, das auch den Ambo, das Kreuz, die Kathedra und die Sedilien aufnimmt. Hier bekommen die Liturgia verbi, die Messen und das Geschehen am Altar die volle, selbstverständliche Aufmerksamkeit. weiter ...

Ansicht St. Hedwig Kathedrale

FormationA

Torsten Lockl, Lina Müller, Matthias Prüger, Robert Müller, Nora Ginther