Heimlich Loci

Entwurf eines Gästehauses

„Unsere alltägliche Lebenswelt besteht aus konkreten „Phänomenen“. Sie besteht aus Menschen, Tieren, Blumen, Bäumen und Wäldern, aus Stein, Erde, Holz und Wasser, aus Städten, Straßen und Häusern, Türen, Fenstern und Möbeln. Und sie besteht aus Sonne, Mond und Sternen, aus ziehenden Wolken, aus Tag und Nacht und dem Wechsel der Jah¬reszeiten. Aber auch weniger fassbare Phänomene wie Gefühle gehören dazu. ...“

aus Christian Norberg–Schulz „Genius Loci – Landschaft, Lebensraum, Baukunst“, deutsche Fassung, Stuttgart 1982, DER ORT, 1. Das Phänomen „Ort“

Umgebung beeinflusst uns. Unsere Befindlichkeit hängt von unserem Umfeld ab; von den Proportionen, von Licht und Farbe, von den Räumen in denen wir uns aufhalten, vom Blick. Wir Menschen beziehen unser Umfeld auf uns selbst. Oft geschieht diese Wahrnehmung unbewusst. Dem Wesen einer solchen Wahrnehmung nahe zu kommen, die natürliche Umgebung mit dem Gebauten bewusst zu machen um eine wechselnde Wahrnehmung architektonisch zu inszenieren und die Sinne zu schärfen stellt die Herausforderungen des Entwurfes dar. Für eine landschaftlich reizvolle und entlegene Stelle wird ein Pavillion konzipiert, der sowohl als Refugium oder Gästehaus als auch als Ort für kleinere Feierlichkeiten und gelegentlich Tagesausflüge dienen soll.

Daten

Bauherr: privat
BGF 132 m2
Entwurf 2013

FormationA

Torsten Lockl, Lina Müller, T. Benjamin Bosse